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《温文尔雅》中译德(十二)

作者:  时间:2017-07-20

Gedenken an die Familie am Chongyang-Fest

Erinnerung an die Brüder in der Provinz Shandong am 9. September

Tang-Dynastie, Wang Wei

Duzaiyixiangweiyike, meifengjiajiebeisiqin.

Yaozhixiongdidenggaochu, bianchazhuyushaoyiren.

Wang Wei (701-761 n. Chr.), auch unter dem Großjährigkeitsnamen Mojie bekannt, ist ein bekannter Verfasser von Naturgedichten in der Tang-Dynastie. Er stammte aus der Stadt Qizhou in der Provinz Taiyuan (heute Distrikt Qi der Provinz Shanxi). Nach erfolgreichem Absolvieren des Hauptstadtexamens im 9. Jahr der Regierungsdevise Kaiyuan erhielt er den Titel Doktor. Später stieg er bis zum Oberminister des Sekretariat Shangshu auf, weshalb er auch „Oberminister Wang“ genannt wurde. Nachdem er in den Ruhestand ging, wohnte er in der Villa Wangchuan im Kreis Lantian. Auch als „Buddha der Dichtung“ bezeichnet, stand er neben dem „Heiligen der Dichtung“ Du Fu und dem „Gott der Dichtung“ Li Bai. Su Shi, ein Dichter der Song-Dynastie, lobte seine Werke wie folgt: „Wenn man ein Gedicht vom ihm liest, so sieht man ein Bild vor Augen. Betrachtet man seine Malerei, so findet man darin ein Gedicht“. Wang Wei und Meng Haoran, mit dem er befreundet war, werden zusammen als „Wang Meng“ genannt. Wang Wei hat „Sammlung des Oberministers Wang“ veröffentlicht.

Übersetzung: Allein der, der in der Fremde lebt,

bezeichnet sich als Fremder.

Jedes Mal, wenn der Festtag kommt,

sehne ich mich besonders nach meinen Verwandten.

In der Ferne denke ich daran,

wie meine Brüder heute den Berg besteigen.

Die Blätter von wilden Datteln stecken Sie sich an die Haare,

plötzlich bemerken sie meine Abwesenheit.

Am Vormittag des 20. Januars 2004 hat der Premierminister Wen Jiabao bei einem Treffen zum Anlass des Frühlingsfestes ein Gespräch geführt, in dem Taiwan thematisiert wurde. Bei dieser Gelegenheit sagte er „Jedes Mal, wenn der Festtag kommt, sehne ich mich besonders nach meinen Verwandten“. Wie das Gedicht beschreibt sehnen sich die Chinesen zum Frühlingsfest nach ihren leiblichen Brüdern und Schwestern in Taiwan. Alle Chinesen, einschließlich der Brüder und Schwestern in Taiwan, sind fest davon überzeugt, die Einigung des Vaterlands gemeinsam nach vorne treiben zu müssen.

„Jedes Mal, wenn der Festtag kommt, sehne ich mich besonders nach meinen Verwandten“ stammt aus dem Gedicht „Erinnerung an die Brüdern in der Provinz Shandong am 9. September“, das aus 4 Versen von jeweils 7 Schriftzeichen besteht. Das Gedicht wurde von dem berühmten Dichter Wang Wei aus der Tang-Dynastie geschrieben. Der 1. Vers drückt die Sehnsucht nach der Heimat in einfacher, aber präziser Sprache aus. Das Wort „Allein“ sowie das doppelt auftretende Wort „Fremde“ stellen die Gefühle des Reisenden, der als Gast in der Ferne wohnt, zutreffend dar. In dem Werk „19 Gedichte der Alten Zeiten“ ist zu lesen: „Die vertraute Umgebung ist nicht mehr zu finden, wie kann man da noch jung bleiben?“ Dieses soll ausdrücken, dass das Gefühl der Fremdheit in der Ferne ein wichtiger Grund für das Heimweh des Reisenden ist. China ist ein riesiges Land und folglich gibt es unterschiedliche regionale Sitten und Gebräuche. Der Sinnspruch „Unterschiedliche Töne entstehen auf eine Entfernung von 2,5 km, unterschiedliche Akzente auf eine Entfernung von 5km“ beschreibt diese Tatsache. Solche Unterschiede veranlassen den Reisenden, sich selbst des Öfteren als „Fremden“ zu bezeichnen. Dieses verstärkt den Wunsch, in die Heimat zurück zu kehren. Das zweimal auftretende Wort „Fremde“ sowie das Wort „Allein“ drückt deutlich die spezielle Lage und die tieferen Gefühle von Reisenden in der Ferne aus. In China verbringen die ganze Familie und Freunde den Festtag gemeinsam, um Gefühle auszutauschen und die Freundschaft zu vertiefen. Das Zusammensein bringt sehr viel Freude, die man nicht in Worte fassen kann. Daher ist es besonders traurig für den Reisenden, weil er am Festtag nicht mit Familie und Freunden zusammenkommen kann. „Jedes Mal, wenn der Festtag kommt, sehne ich mich besonders nach meinen Verwandten“ beschreibt die Sehnsucht nach der Heimat mit einfachen Worten, aber mit echten Gefühlen. Dieser Satz ist eine bekannte Formulierung des beschriebenen Sachverhaltes. Wir wissen nicht, wie viele Leser von diesem Satz berührt sind.

Zhuyu, eine wilde Dattelart, ist eine immergrüne Pflanze mit Aroma und wird auch „Yuejiao“ oder „Aizi“ genannt. Sie kann zum töten von Insekten, zum Desinfizieren, und gegen Erkältung genutzt werden. Der Festtag Chongyang ist nach dem Mondkalender am 9. September und wird auch als „ Fest der Alten“ bezeichnet. Im „Buch der Wandlung“ steht, dass „6“ die Zahl des Yin und „9“ die Zahl des Yang ist. Der Tag des 9. Septembers ist also der Tag mit zweimal „9“, also zweimal Yang, und wird auch Doppel-Yang oder Doppel-„9“ genannt. Das Fest Chongyang existiert schon seit der Zeit der streitenden Reiche. Aber erst in Tang-Dynastie wurde das Fest Chongyang offiziell als Feiertag anerkannt und ist es bis heute geblieben. Im Volksglauben steht Doppel-Yang bzw. Doppel-„9“ auch für ein langes und gesundes Leben, da das Wort „9“ die identische Aussprache „JIU“ wie das Wort „lang“ besitzt. Am Fest Chongyang gibt es die Tradition, auf einen hohen Berg zu steigen. Man glaubt daran, dass das Tragende von wilden Dattelblättern während der Besteigung des Berges gegen Krankheit und Unglück helfen sollen. Die letzten beiden Verse beschreiben, wie am Festtag Chongyang die Familie in der Heimat einen Berg besteigt. Diese sehnt sich mehr und mehr nach dem Familienmitglied in der Ferne, dass nicht an dem Aufstieg teilnehmen kann.

Das Gedicht ist mit umgangssprachlichen Worten geschrieben und daher im Volk allgemein bekannt. Von anderen Dichtern wird es am häufigsten kommentiert. Shen Deqian (1673-1769), auch unter dem Großjährigkeitsnamen Queshi bekannt, lebte während der Qing-Dynastie und stammte aus Changzhou (heute Distrikt Wu in der Provinz Jiangsu). Während der Regierungszeit des Kaisers Qianlong hat er den Doktortitel erworben. Später war er in der Hanlin-Akademie tätig und wurde Gelehrten imGroßsekretariat ernannt. Schließlich stieg er bis zum Vizeminister im Ritenministerium auf. In jungen Jahren war er hochtalentiert und bekannt für seine Gedichtsammlung sowie -kritiken. Den Doktortitel erhielt er aber erst im Alter von fast siebzig Jahren. Weil er von dem Kaiser Qianlong sehr geschätzt wurde nannte man ihn auch den „alte Prominenten aus Jiangnan“.

Shen Qiande zeigt auf, dass die Bedeutung der letzten beiden Verse des Gedichtes „Erinnerung an die Brüder in der Provinz Shandong am 9. September“ vergleichbar mit der Bedeutung des Gedichtes „Zhihu“ ist, welches in dem Buch „Sammlung der Gedichte aus der Tang-Dynastie, Kapitel 19“ beschreiben wird. Das Gedicht „Zhihu“ stammt aus dem „Buch der Lieder. Volkslieder vom Land Wei“ und endet mit den Zeilen

„Ich steige den Hügel hoch an,

sehne mich nach dem Bruder,

er denkt an mich Tage und Nacht,

und hofft, dass ich nicht woanders sterbe“

Die Ähnlichkeiten in der Form sind offensichtlich. Beide Gedichte stellen zunächst die Sehnsucht nach der Heimat dar, gefolgt von Gefühlen der Daheimgebliebenen.

Die Sehnsucht nach der Familie ist ein Hauptthema in der menschlichen Existenz. In China ist die Familienethos von hoher Bedeutung und deswegen wird Sehnsucht nach die Familie in der traditionellen chinesischen Kultur häufig thematisiert. Das Jahr 2004 ist das „Jahr der Präsidentenwahl“ in Taiwan. In diesem Zusammenhang zitierte der Premierminister Wen Jiabao den Satz „Jedes Mal, wenn der Festtag kommt, sehne ich mich besonders nach meinen Verwandten“ von Wang Wei. Damit drückte er seine tiefe Sehnsucht nach den leiblichen Brüdern und Schwestern in Taiwan und die Hoffnung nach einer Vereinigung Chinas aus. China und Taiwan sind zwar durch das Meer getrennt, aber das Blut ist dicker als das Wasser. Diese Verbundenheit kann durch nichts zerstört werden. Das Festland wartet permanent auf den Wiederkehr der leiblichen Brüder und Schwestern aus Taiwan. Wir glauben, dass die leiblichen Brüder und Schwestern in Taiwan sehnen sich ebenfalls jederzeit nach der Familie auf dem Festland sehnen. An jedem kommenden Festtag wird die Sehnsucht besonders stark sein. Die Sehnsucht nach der Familie ist ein natürliches Gefühl der Menschheit. Aufgrund der gemeinsamen kulturellen Wurzel werden sich unsere Brüder und Schwestern in Taiwan nach uns sehnen.


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