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《温文尔雅》中译德(十三)

作者:  时间:2017-07-20

Blick auf den Berg Tai

Tang-Dynastie, Du Fu

Daizongfuruhe? Qiluqingweiliao.

Zaohuazhongshengxiu, yinyanggehunxiao.

Dangxiongshengcengyun, jueziruguiniao.

Huidanglingjueding, yilanzhongshanxiao.

Übersetzung: Wie ist die Aussicht vom Berg Tai?

hoch und breit erstreckt sich der erste von fünf Bergen.

Seine Schönheit wurde vom Gott erschaffen,

Norden und Süden, eine Seite dunkel, die andere hell, wie Tag und Nacht,

erheiternd bewegen sich die Wolkenschichten,

blicke mit offenen Augen auf die heimkehrenden Vögel.

Nur den Gipfel erreicht

erkennt man, wie klein die anderen Berge sind.

Du Fu (712 – 770) , auch bekannt unter dem Großjährigkeitsnamen Zimei, wurde später auch Du Shaoling oder Du Gongbu genannt. Seine Familie stammte aus der Stadt Xiangyang (heute die Stadt Xiangfan in der Pronviz Hubei). Er wurde im Distrikt Kong der Provinz Henan geboren und ist ein Nachkomme des berühmten Generals Du Yu aus der Jin-Dynastie. Er erhielt die Beamtenposition eines Beraters im kaiserlichen Sekretariat, später war für die Revisionsabteilung im Ministerium für die öffentliche Arbeit zuständig. Daher nennen wir ihn auch „Du Ministerium für die öffentliche Arbeit“. Du Fu ist ein großer realistischer Dichter in der Tang-Dynastie. Er steht neben dem Dichter Li Bai, daher heißen sie zusammen auch „Li Du“. Du Fu lebte als die Blütezeit Tang-Dynastie langsam zu Ende ging. Seine Gedichte spiegelten die damalige Armut der Bevölkerung und die soziale Konflikte wider. Deswegen wurde seine Gedichte als „Dichtung der Geschichte“ und er als „Heiliger der Dichtung“ gelobt. Im Jahr 1960 feierte man den 1250. Geburtsjahr von Du Fu. Der Weltfriedensrat hat Du Fu zu einer globalen Berühmtheit in der Kultur ernannt. Du Fu hat das Buch „Sammlung Ministerium Du“ geschrieben.

Am 8. Dezember 2003 nahm der Premierminister Wen Jiabao an einem Mittagessen des Bankiersvereins in New York teil. Auf dieser Veranstaltung sagte er: “In China besagte ein Vers aus Gedicht folgendes: ‚Nur den Gipfel erreicht erkennt man, wie klein die anderen Berge sind‘. Die Handelsprobleme zwischen China und den Vereinigten Staaten sollen wir ebenfalls mit strategischem Weitblick betrachten. Die Vereinigten Staaten fokussieren sich hauptsächlich auf das Problem des Exportdefizits, den Wechselkurs der chinesischen Währung und auf den Schutz des geistigen Eigentums. Alle Probleme, die bei den Handelsbeziehungen zwischen China und den Vereinigten Staat aufgetreten, kann man erörtern und danach Schritt für Schritt lösen. Diese Probleme dürfen die wirtschaftliche Entwicklung zwischen China und den Vereinigten Staaten nicht beeinflussen. Sie können jedoch nur gelöst werden, wenn beide Seiten es wollen. Eine Lösung der Probleme ist durch einen Ausbau der Zusammenarbeit und gegenseitigen Absprache möglich.“

„Nur den Gipfel erreicht erkennt man, wie klein die anderen Berge sind“ beschreibt, wie wichtig es ist, vorausschauend zu denken. Die Verse sind aus dem von Du Fu stammenden Gedicht „Blick auf dem Berg Tai“. Insgesamt gibt es von Du Fu drei Gedichte mit ähnlichem Inhalt. Es handelt sich dabei um die dichterische Darstellung des östliche großen Berges (Berg Tai), des südlichen großen Berges (Berg Heng) und des westlichen großen Berges (Berg Hua). Das vorliegende Gedicht beschreibt den östlichen großen Berg (Berg Tai) und ist das erste der drei Gedichte. Zum Zeit der Entstehung des Gedichtes hat Du Fu am Bezirksexamen für Beamte teilgenommen, dieses aber nicht bestanden da er mit seinem Prüfungstext den inhaltlichen und stilistischen Geschmack des Prüfers nicht getroffen hat. Nach der nicht bestanden Prüfung reiste er frei von Verpflichtungen durch die ehemaligen Fürstentümer Qi und Zhao. Dieses geschah ungefähr im vierundzwanzigsten Jahr der Regierungsdevise Kaiyuan (716). Das Gedicht „Blick auf den Berg Tai“ ist eine typische Arbeit für sein frühes Werk.

Der erste Vers besteht aus einer Frage, um damit die Eigenschaften des Berges Tai zu betonen. Der Berg Tai wird auch „Daizong“ genannt. In Laufe der Geschichte haben die meisten Kaiser auf dem Berg Tai die Zeremonie zum Dank für ihre göttliche Ernennung durchgeführt. Qiu Zhao´ao (Großjährigkeitsname Cangzhu, Beiname Zhijizi, 1638-1717) lebte während der Qing-Dynastie und stammte aus der Stadt Yongjiang (heute Ningbo in der Provinz Zhejiang). In der Frühzeit der Qing-Dynastie war er ein berühmter Gelehrter. Wichtige Werke von Ihm sind unter anderem „Das genaue Verständnis der Gedichten von Du Fu“ und „Erklärung der Alchemie“. In „Das genaue Verständnis der Gedichten von Du Fu“ zitiert er folgenden Satz von Zheng Ang: „Jedes Mal, wenn ein neuer Kaiser den Thron besteigt, dankt er auf dem Berg Tai der Ernennung durch den Himmel. Der Berg Tai ist außerdem der Größte unter den 5 großen Bergen Chinas. Daher besitzt er auch den Name Dai Zong.“ In den Augen der Regierenden ist der Berg Tai ein Symbol für die politische Macht. Das Symbol soll andeuten, dass die kaiserliche Macht „so lange lebe wie der Himmel“ existiert und „vom Gott für immer gesegnet“ ist. Anstatt Berg Tai bevorzugt Du Fu den Namen Daizong. Damit drückt er seine Treue zum Kaiser aus. Die Wortfolge „Furuhe“ aus dem ersten Vers des chinesischen Originaltextes bedeutet „wie?“. Hierbei hat „Fu“ keine eigene Bedeutung, wird in traditionellen Texten aber häufig am Anfang eines Satzes hinzugefügt. Für Gedichte ist die Benutzung des Charakters „Fu“ hingegen unüblich, wird aber von Qiu Zhao´ao als sehr passend angesehen. „Qi“ und „Lu“ sind zwei Fürstentümer der Frühling-und Herbstzeit. Damals war der Berg Tai die Grenze zwischen Qi und Lu, wobei Qi im Norden und Lu im Süden des Berges lag. „Qing“ bedeutet „grün“ und beschreibt die Farbe des Berges und „Wei Liao“ bedeutet „grenzenlos“. Folglich bedeutet „Qing Wei Liao“, dass der Berg grenzenlos grün ist und dieses nicht genauer in Worte gefasst werden kann. Die Frage im ersten Vers legt den Grundstein für die folgenden Verse. Gleichzeitig zeigt sie auch die Freude, Überraschung und das Begehren des Dichters beim ersten Blickt auf den Berg Tai.

Der zweite Vers ist die Antwort auf die Frage am ersten Vers. Er beschreibt die Größe des Berges Tai auf eine nicht abstrakte Art und Weise. Und auch nicht übertrieben wie bei dem Dichter Xie Lingyun (385-433). Letzterer hatte den Spitznamen „Ke“, wurde auch „Xie Ke“ genannt und stammte aus der Stadt Huiji in der Provinz Zhejiang. Weil dieser den Fürsten Kangle beerbte wurde er auch Fürst Xie Kang oder Xie Kangle genannt. Er war der erste Dichter, der in seinen Gedichten Berge und Flüsse thematisierte. Seine Hauptschaffenszeit war in der frühen südlichen Song-Dynastie. In seinem Gedicht „lyrische Gattung über den Berg Tai“ schrieb in übertriebener Weise „der Berg Tai ist so hoch, dass er den Himmel berührt“. Du Fu schreibt hingegen seinen persönlichen ersten Eindruck beim Anblick des Berges. Dabei benutzt er nicht die Höhe des Berges, sondern seine Größe durch seine räumliche Ausdehnung in die Breite. Dieses ist eine sehr außergewöhnliche Beschreibungsweise.

Der dritte und vierte Vers schildert die Großartigkeit und Schönheit des Berges Tai. Das Wort „Zaohua“ bedeutet „die Natur“, „der Himmel“ sowie „die Erde“ und „Zhong“ heißt „versammeln“. Weiterhin bedeutet „Shenxiu“ „die schöne Landschaft des Berges Tai“. Die beiden Verse sind eine Konkretisierung der Beschreibung „Qing wei liao“. Das Zeichen „Zhong“ verleiht der Natur Gefühle und Lebendigkeit. Das Zeichen „Ge“ bedeutet „schneiden“ und erscheint zuerst unerwartet. Seine Benutzung ist aber sehr interessant wenn man folgendes bedenkt: die Sonnenseite des Berges Tai „Yang“ und die Schattenseite „Yin“ sind durch den Berg getrennt. Hierbei steht die Sonnenseite für Tag und die Schattenseite für Nacht. Dieses lässt sich auch durch die Formulierung „Ge hunxiao“ ausdrücken. Der Gebrauch dieser beiden Verben haben der ruhigen Beschreibung Leben verliehen. Dieses ist ein Stilmittel von Du Fu. Man fühlt sich jedes Mal überrascht, aber empfindet es gleichzeitig als passend. Diesen Stil hat er wahrscheinlich schon mit Erreichen des Erwachsenenalters entwickelt.

Der fünfte und sechste Vers beschrieb, was man in der Nähe des Berges Tai sehen kann. Das Zeichen „Dangxiong“ steht für „großes Herz“, „Zi“ steht für „Augenwinkel“ und das Wort „Juezi“ beschreibt den Zeitraum, in dem man den Berg Tai betrachtet. Von den kontinuierlich aufziehenden Wolkenschichten ist man ergriffen. Von dem langen Betrachten des Berges fühlt man die Tränen in den Augen. Das Wort „Guiniao“ bezeichnet die Vögel, die am Abend nach Hause zurückkehren. Der Dichter Du Fu betrachtet den Berg also bis zum Sonnenuntergang. Darin verbirgt sich Du Fus tiefe Liebe an die schönen Berge und Flüsse des Vaterlandes.

Die letzten beiden Verse beschreiben den durch das Betrachten entstandenen Wunsch, den Berg Tai zu besteigen. Hierfür hat Du Fu den folgenden Satz aus dem Buch „Mengzi. Jinxin erste Teil“ benutzt: „beim Besteigen des Ostberges erkannte Konfuzius, wie klein das Fürstentum Lu war, beim Besteigen des Berges Tai erkannte er, wie klein die Welt war.“ Auf diesen Satz sollen sich Du Fus letzten beiden Verse begründen. Das Wort „Huidang“ stammt aus der Umgangssprache der Tang-Dynastie und bedeutet „unbedingt“. Das Zeichen „Ling“ bedeutet „erreichen“ und „Jueding“ bedeutet „der höchste Gipfel“. Das Wort „Xiao“ ist eigentlich ein Adjektiv, wird hier aber als Verben verwendete und bedeutet „etwas für klein halten“. Der siebte und achte Vers sollen folgendes aussagen: ich wollte unbedingt den höchsten Gipfel erreichen, denn wenn man von dort aus nach unten blickt erscheinen die anderen Berge klein. Der Dichter schrieb vom ersten Anblick des Berges Tai bis zum Wunsch des Besteigens, von der Bekanntheit des Berges, sowie von der Tatsache, dass die Nähe zum Berg den Wunsch des Besteigens verstärkt. In diesen beiden Versen wird kein einiges Mal das Wort „Wang“ („erblicken“) verwendet, ist aber ständig gegenwärtig. Der Dichter betrachtet den Berg nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen. Die beiden Verse geben nicht nur das Gefühl von Unendlichkeit, sondern beschreiben auch Du Fus persönliche Träume in jungen Jahren. Jin Shengtan lebte zum Ende der Ming- und zu Beginn der Qing-Dynastie (1608-1661), hieß ursprünglich Cai und war auch unter dem Großjährigkeitsnamen Ruocai bekannt. Nach dem Zerfall der Ming-Dynastie änderte er seinen Namen zu Shengtan und trug den Spitznamen Kunpengsanshi. Er stammte aus dem Distrikt Wu in der Stadt Suzhou und war Literat sowie Literaturkritiker. Zu diesem Gedicht von Du Fu bemerkte er: „durch den Stil wie Du Fu schreibt erscheint das Ende so kräftig wie ein Tiger.“ Dieses beschreibt exakt den entscheiden Punkt, der Du Fu zu einem großartigen Dichter macht. Es ist auch der Grund dafür, dass die beiden Verse immer wieder von Menschen zitiert werden, denn wir finden bis heute noch Resonanz in diesen Worten.

Das gesamte Gedicht besteht aus nur acht Versen mit insgesamt vierzig Zeichen. Es gibt die Großartigkeit und Schönheit des Bergs Tai wieder. Du Fu hat den Wunsch, den Berg Tai zu besteigen. Das Gedicht ist philosophisch und spiegelt seine positive Einstellung wider. Dank seines dichterischen Talentes schrieb Du Fu das Gedicht mit präzisen, aber einfachen Worten und klarer Ausdrucksweise. Pu Qilong lebte in der Qing-Dynastie (1679-1762), trug den Großjährigkeitsnamen Ertian sowie in hohem Alter den Beiname Sanshancangfu. Er stammte aus der Stadt Wuxi in der Provinz Jiangsu. Nachdem er die Beamtenprüfung mehrfach nicht bestanden hatte, fing er an, die Gedichte von Du Fu zu studieren. Er hat Buch „persönliche Meinung zu den Werken von Du Fu“ verfasst und schreibt in dem Buch: “an diesem Gedicht sieht man das Herz von Duzi (Ehrenname für Du Fu). Dieses ist natürlich ein erfolgreiches Gedicht.“ Weiterhin bemerkt Qiu Zhao´ao : “es gibt zahlreiche Gedichte über den Berg Tai, wie zum Beispiel diejenigen von Xie Lingyun und Li Bai. Das Gedicht von Xie Lingyun hat acht Verse, ist in der erste Hälfte sehr schön geschrieben ist, in der zweiten Hälfte jedoch nur Mittelmaß. Das Gedicht von Li Bai hat sechs Abschnitte, worin es einige schöne Verse gibt, besitzt insgesamt aber zu viele Wiederholungen. Nur das Gedicht von Du Fu ist kurz und elegant verfasst, und daher das Beste.“ (aus dem Buch „Das genaue Verständnis der Gedichten von Du Fu“)

Die zwei Verse “ Nur den Gipfel erreicht erkennt man, wie klein die anderen Berge sind“ ermahnen zusammenfassend und philosophisch dazu, bei der Lösung von Problemen immer das Ganze im Blick haben behalten und sich nicht in Einzelheiten zu verlieren. Nur so kann ein Problem analysiert und gelöst werden. Wie weit unsere Sicht ist, hängt davon ab, wie hoch wir stehen. Der Premierminister Wen Jiabao hat diese beiden Verse mehrfach zitiert und dabei dem praktischen Wissen einen politischen und philosophischen Sinn gegeben. Er unterstreicht damit, welche Sichtweise der Staat in der Außenpolitik benötigt.


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