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《温文尔雅》中译德(十四)

作者:  时间:2017-07-20

Ankunft des Gastes

Du Fu, Tang-Dynastie

Shenanshebeijiechunshui, danjianqun´ouririlai.

Huajingbucengyuankesao, pengmenjinshiweijunkai.

Pansunshiyuanwujianwei, zunjiujiapinzhijiupei.

Kenyulinwengxiangduiyin, gelihuqujinyubei.

Übersetzung: am Frühling steigt Wasser um die Strohhütte herum an,

jeden Tag fliegen Möwenschwärm in langen Reihen zu uns.

Voll erblühte Blumen bedecken den nicht gefegten schmalen Pfad zur Haustür

nur für dich öffnet die aus Stroh geflochtene Tür sich heute.

Einfach ist das Essen wegen der großen Entfernung zur Stadt,

nur alten Reiswein können wir anbieten,

wenn du mit dem alten Herr im Nachbarhaus anstoßen willst,

getrennt durch den Zaun trinken wir gemeinsam den alten Reiswein.

Am 5. September 2006 hat der Premierminister Wen Jiabao vor der Abreise zu einem Besuch in Europa einer internationalen Journalistengruppe ein Interview gegeben. In dem Interview sagte er: „

‚Voll erblühte Blumen bedecken den nicht gefegten schmalen Pfad zur Haustür nur für dich öffnet die aus Stroh geflochtene Tür sich heute.‘ Herzlich willkommen! Ich freue mich, Ihnen ein Interview geben zu können. In absehbarer Zukunft werde ich an der Europa-Asien-Gipfelkonferenz in Europa teilnehmen. Während der Gipfelkonferenz werde ich die Regierungsführer Europas treffen. Danach werde ich Finnland, Großbritannien und Deutschland besuchen. Dieses ist der dritte Besuch in Europa seitdem ich im Amt des Premierministers bin.“

Der Satz „Voll erblühte Blumen bedecken den nicht gefegten schmalen Pfad zur Haustür nur für dich öffnet die aus Stroh geflochtene Tür sich heute.“ drückte Respekt gegenüber dem Gast aus. Jeder von uns hat schon mal erlebt, dass Garten und Haus gründlich gesäubert und schön geschmückt werden, bevor die Freunde empfangen werden. Das zeigt den Respekt und die Achtung gegenüber den Gästen sowie die Gastfreundschaft des Besitzers und ist ehrlich gemeint.

Der Satz „Voll erblühte Blumen bedecken den nicht gefegten schmalen Pfad zur Haustür nur für dich öffnet die aus Stroh geflochtene Tür sich heute.“ zitiert das viel gelobte Gedicht „ Ankunft des Gastes“ von Du Fu. Der Dichter hat es im Frühling des 2. Jahres der Regierungsdevise Kaiyuan (761) geschrieben. Er war damals 50 Jahre alt und lebte in einem Strohhaus in Chengdu. Du Fu machte zu dem Gedicht folgende einführende Bemerkungen:“Xicuimingfuxiangguo“. Hierbei bedeutet „Xiangguo“ „besuchen“ und „mingfu“ war der Ehrenname für den höchsten Verwaltungsbeamter eines Landkreises in der Tang-Dynastie. Das Zeichen „ke“ bezeichnet hier den Beamten Cui, über den nichts überlieft ist. Da jedoch Du Fus Mutter ebenfalls den Nachname Cui trug, vermuten wir, dass der Beamte Cui ein Verwandter mütterlicherseits war.

Die ersten beiden Verse beschreiben die Landschaft. Worte wie „chunshui“ und „Qun´ou“ beschreiben eine lustige Lebensatmosphäre und zeigten dabei auch die gute Stimmung durch den Besuch des Gastes. Das Zeichen „She“ bezeichnet hier das Strohhaus von Du Fu am Fluss Huanhua in Chengdu. Dieser Fluss wird in dem Gedicht durch das Wort „Chunshui“ umschrieben, welches „Wasser im Frühling“ bedeutet. Das Zeichen „Jie“ drückte deutlich aus, wie hoch der Fluss gestiegen ist. Die Möwen sind bekanntlich besonders misstrauisch wenn man sich ihnen mit bösen Absichten zu nähern versucht. Daher zeigt hier der Satz „jeden Tag fliegen Möwenschwärm in langen Reihen zu uns“, dass der Dichter in einer sehr ruhigen Umgebung lebte, und einen gutartigen Charakter besaß, was ihm das zusammenleben mit den Möwen ermöglichte. Diesem Satz kann man auch entnehmen, dass der Dichter alleine und nicht mit der Familie lebte, und nur wenige Kontakte mit Freunden hatte.

Im dritten und vierten Vers hat sich der Blickwinkel von Außen auf Innen verlagert und deutet diet Ankunft des Gastes an. Das Wort „Yuankesao“ beschreibt das Aufräumen für den Gast. Im alten China empfing man den Gast mit gefegtem Pfad. Der Dichter benutzte in diesen beiden Versen die Form eines Gespräches, um die Freude über den Besuch auszudrücken.

Vers Fünf und Sechs beschrieben den Empfang des Gastes. Das Wort „Panxiang“ bezeichnet das Essen auf den Tellern. Ursprünglich war damit gekochtes Essen gemeint, hier jedoch nur Essen in Allgemeinen. Das Wort „Jianwei“ steht für mehr als zwei Gerichte und „Jiupei“ steht für alten Reiswein. Im alten China war es sehr beliebt, neuen Reiswein zu trinken, weshalb der Dichter es als ziemlich peinlich empfand, nur alten Reiswein anbieten zu können. Der Dichter hat sich auf diese Szene beschränkt, um die Freundschaft zwischen Gastgeber und Gast darzustellen. Der Gastgeber war sehr gastfreundlich und stieß wiederholt mit dem Gast an, empfand es aber als peinlich, dass er auf Grund seiner Armut kein gute Essen und guten Reiswein anbieten konnte. Der Gast legte hierauf jedoch auch keinen Wert. Durch diese Szene kann man erkennen, wie direkt und offenherzig das Verhältnis zwischen Gastgeber und Gast war.

Der letzten beiden Verse beschrieben detailliert den Empfang und vollenden das Gedicht. Will der Gast mit dem benachbarten alten Herr anstoßen? Wenn ja, werde ich ihn rufen, zusammen mit uns zu trinken. Dieses erinnert an das Gedicht „Du brauchst nicht extra einzuladen, komm einfach herüber und lass uns trinken“ von Tao Yuanming. Man kann in diesen Worten die Freude an formlosen zwischenmenschlichen Beziehungen fühlen.

Das chinesische Volk ist sehr gastfreundlich und hat großes Interesse daran, neuen Freunden kennenzulernen. Über tausend Jahre lang haben unzählige Dichter und Schriftsteller diese Thematik beschrieben. Sie zieht sich durch die Literatur von der östlichen Han-Dynastie, repräsentiert durch das Gedicht „heute ist eine gutes Feier, soviel Freude kann man nicht beschreiben“ aus dem Buch „neunzehn Gedichte der alten Zeiten“, bis zur südlichen Song-Dynastie mit dem Gedicht „nicht über den bäuerlichen Reiswein lachen, er genügt völlig, die Gäste zufrieden zu stellen“ von Lu You. Ebenso von der östliche Jin-Dynastie mit dem Gedicht „viele talentierte Menschen kommen, Jungen und Alten versammeln sich“ aus dem Text „Orchideenpavillon“ von Wang Xizhi bis zu dem Gedicht „mein alter Freund lädt mich zu sich ein, indem er ein Huhn zum Essen bereitet“ von Meng Haoran aus der Tang-Zeit. Der Dichter Wang Xizhi (303-361, Großjährigkeitsname Yishao, Künstlername Danzhai) stammte aus der Stadt Linyi, die in der Han-Zeit Langya hieß und heute in der Provinz Shandong liegt. Er war der berühmte Kaligrafiker der östlichen Jin-Dynastie und trug den Titel „Heiliger der Kaligrafie“. Er hatte als Beamte für die kaiserliche Bibliothek, den General Ningyuan, sowie im Zensorat in Jiangzhou gearbeitet. Später war er Provinzgouverneur von Kuaiji und gleichzeitig auch Obergeneral. Daher wurde er auch „Obergeneral Wang“ oder “Wang Kuaiji“ genannt. Der Dichter Meng Haoran (689-740) stammte aus der Stadt Xiangyang in der Provinz Xiangzhou (heute Hubei). Nach seinem Tod wurde der auch „Meng Xiangyang“ genannt. Er war Naturdichter und hat über zweihundert Gedichte verfasst. Ihn und Wang Wei bezeichnete man gemeinsam als „Wang Meng“. Die Gedichte zeigen, dass Chinesen gastfreundlich, humanistisch und gesellig sind. Vor seinem Besuch in Europa gab der Premierminister Journalisten ein Interview. In diesem Interview zitierte er aus dem Gedicht „Ankunft des Gastes“ von Du Fu die beiden Verse „Voll erblühte Blumen bedecken den nicht gefegten schmalen Pfad zur Haustür nur für dich öffnet die aus Stroh geflochtene Tür sich heute.“ Einerseits zeigte er damit seine Freude über die Gelegenheit, ein Interview geben zu können und lockerte damit auch die Atmosphäre auf. Andererseits demonstrierte er damit auch den starken Willen zur Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen China und Europa.


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