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《温文尔雅》中译德(十五)

作者:  时间:2017-07-20

Wer sagt, dass die Gehorsamkeit, welche gering wie Gras

die ewige Liebe der Mutter vergelten kann?

lyrische Gattung des Reisenden

Tang-Dynastie, Meng Jiao

cimushouzhongixian, youzishenshangyi.

Linxingmimifeng, yikongchichidui.

Shuiyancuncaoxin, baodesanchunhui.

Meng Jiao (751 – 814), auch unter dem Großjährigkeitsnamen Dongye bekannt, stammte aus Huzhou im Landkreis Wukang (heute der Kreis Deqing in der Provinz Zhejiang). Er lebte sein gesamtes Leben in Armut und war ein sehr direkter Mensch. Deswegen schrieb er viele Gedichte über die Armut der Bevölkerung sowie die Entfremdung in der Gesellschaft. Er bediente sich der Umgangssprache, behandelte einen ungewöhnlichen und eingeschränkten Themenkreis und benutzte eine deutliche Sprache. Meng Jiao und Jia Dao sind beide bekannt für das Aufzeigen des menschlichen Elends. Daher nannte Su Shi in „Texte zum Gedenkfeier von Liu Ziyu“ die beiden „Jiao kalt Dao schmal“. Es sind zehn Bände der „Gedichtsammlung von Meng Dongye“ überliefert.

Übersetzung: die barmherzige Mutter hatte Nadel und Faden in der Hand,

beeilte sich, neue Kleidung für den reisenden Sohn zu nähen.

Während sie die Kleidung fertigte,

sorgte sie sich um die Heimkehr des Sohnes.

Wer sagt, dass die Gehorsamkeit, welche gering wie Gras

die ewige Liebe der Mutter vergelten kann?

Am 3. April 2006 traf der Premierminister Wen Jiabao eine Gruppe Delegierter der in Australien lebenden Chinesen. Auf diesem Treffen meinte er: “Jeder von uns hat zwei Mütter, eine hat uns geboren, die andere ist das Mutterland.“ Er beschrieb, dass er manchmal schon nach sieben oder acht Tagen im Ausland Heimweh bekommt. Je länger man außerhalb Chinas ist, desto größer ist die Sehnsucht nach dem Mutterland. Alle Anwesenden applaudierten Beifall und trugen gemeinsam mit dem Premiermister das Gedicht „lyrische Gattung des Reisenden“ aus dem Gedächtnis vor:

cimushouzhongixian, youzishenshangyi.

Linxingmimifeng, yikongchichidui.

Shuiyancuncaoxin, baodesanchunhui.

Das Gedicht „lyrische Gattung der Reisenden“, das wir gemeinsam mit dem Premierminister Wen vorgetragene haben, wurde von Meng Jiao vermutlich in seiner Amtszeit als leitender Beamte des Landkreises Liyang geschrieben. Exakte Information hierzu sind jedoch in der „Gedichtsammlung von Meng Dongye“ aus der Zeit der der Song-Dynastie nicht zu finden. Es ist daher fraglich, ob das Gedicht wirklich in seiner Amtszeit als leitender Beamter entstanden ist. Es wird auch vermutet, es sei ein frühes Werk von ihm, dass er anlässlich einer Beamtenstelle in der Fremde zum Abschied von der Heimat geschrieben hat.

Das Gedicht handelt von der Liebe der Mutter. Im dem gesamten Gedicht gibt es keine komplizierten Wörter. Es ist auch nicht erlesen und filigran, sondern benutzt eine frische und einfache Sprache, die die Gefühle zwischen Mutter und Sohn beschreiben. Aber dennoch ist das Gedicht schön geschrieben, die Gefühle darin echt und tief und es wird seit über tausend Jahren gelobt. Die ersten beiden Verse „die barmherzige Mutter hatte Nadel und Faden in der Hand, beeilte sich, neue Kleidung für den reisenden Sohn zu nähen“ beschreiben die tiefen Gefühle zwischen Mutter und Sohn. Die Fäden in der Hand der Mutter sind für die Herstellung der Kleidung des Reisenden gesponnen worden. Barmherzige Mutter und reisender Sohn sowie Fäden in der Hand und Kleidung am Körper ergänzen sich zueinander, verflechten sich, scheinen zwar im ersten Augenblick zwei Sachen zu auszudrücken, bilden aber dennoch einen gemeinsamen Satz. Mit dieser Grammatik beschreibt man auf einfach Art und Weise die tiefe Liebe zwischen Eltern und Kindern. Wie allgemein bekannt, ist Blut dicker als Wasser. Der dritte und vierte Vers folgen thematisch eng auf die ersten beiden Versen und beschreiben das Tun und die Gedanken der Mutter:

Das Wort „mimifeng“ bedeutet, dass Nadel und Faden stets eng beieinander sind. Das Wort „chichi“ steht für eine lange Zeit. Die Näharbeiten gehen ohne Worten und Tränen ruhig voran. Nur ihre Liebe fließt in die Näharbeit. Hinter dieser ruhigen Arbeit steht ihre Sorge um das Kind und die Mutter wünschte sich dessen baldige Heimkehr. Hieran können wir sehen, wie natürlich und berührend die Liebe ist. In den letzten beiden Verse hat der Dichter eine Metapher verwendet, um damit den Lohn der Mutter bildlich auszudrücken: „Wer sagt, dass die Gehorsamkeit, welche gering wie Gras die ewige Liebe der Mutter vergelten kann?“ Das Wort „cuncaoxin“ beschreibt die jungen Blätter des Grases und „sanchun“ sind nach dem Mondkalender die drei Monate des Frühling: Januar, Februar und März. Das Zeichen „hui“ bezeichnet die Sonne und ist hier eine Metapher für die Mutterliebe. Die letzten beiden Verse sind die Verstärkung der vorherigen vier Verse, sie sind ein Gesang von der großen Mutterliebe. In diesen Versen verbirgt sich umgekehrt auch die starke Liebe des Reisenden zur Mutter und beinhaltet die Sorge, „die Eltern mögen unerwartet sterbe, bevor ich ihnen ihre Liebe vergelten kann“. Dieser Metapher ist sehr elegant gelungen und man fühlt sich davon völlig überwältigt.

Das Gedicht ist einfach und in Alltagssprache geschrieben, aber von tiefer Bedeutung und beschreibt auf eine indirekte Weise die ewige Liebe zwischen den Menschen. Es trifft sehr gut den Geist der „Yuefu“-Dichtungen, einer sehr alten Form der Lieddichtung aus der Han-Zeit. Aus diesem Grund wurde das Gedicht in der Literaturgeschichte sehr häufig gewürdigt. Liu Chenweng aus der Song-Dynastie (1233 – 1297) mit dem Großjährigkeitsnamen Huimeng und den Künstlernamen Xuxi stammte aus dem Landkreis Guanxi in der Provinz Luling (heute der Landkreis Ji´an in der Provinz Jiangxi). Er war ein berühmter patriotischer Dichter zum Ende der Song-Dynastie und meinte in seinem Buch „Überlegungen zu Gedichten aus Tang-Dynastie, Band zwanzig“ folgendes: “Die Benutzung der Metapher am Ende des Gedichtes gibt den Eindruck, dass noch eine Fortsetzung folgt. Die hier verwendete Metapher ist besser als die Metapher „Kalte Quelle“, die ebenfalls häufig für die Mutterliebe verwendet wird.“ Das Gedicht wird seit tausend Jahren gesungen und ist erschaffen für die Ewigkeit. He Shang (Großjährigkeitsname Huanggong, Künstlername Bozhai, Beiname Baifengciren) lebte in der Qing-Dynastie und starb um das Jahr 1681. Er stammte aus der Stadt Danyang in der Provinz Jiangnan und hatte das Qualifikationsexamen für die Teilnahme an der Beamtenprüfung in der in der Zeit der Regierungsdevise Kangxi bestanden, wodurch er den Titel eines Lizentiaten erhielt. Er war ein begabter Dichter und hatte die Werke „Dichtungen mit dem Musikinstrument Hongya“ und „Dichtungsnotizen in der Pagode Zhoushui“ sowie „Dichtungsnotizen im Garten zum Weintrinken“ verfasst. In seinem Buch „Dichtungsnotizen im Garten zum Weintrinken, Band 2“ schreibt He Shang: „Die Zeit der Regierungsdevisen Zhenyuan und Yuanhe in der Song-Dynastie war eine Blütezeit der Dichtung. Es gab verschiedene Stilrichtungen der Dichtung. Dongye war einer der Besten. Verse wie ‚die barmherzige Mutter hatte Nadel und Faden in der Hand‘ stellen die Vorsetzung der sechs klassischen Bücher dar. Es sollte zusammen mit dem Gedicht ‚Juyoucao‘ von Han Yu, der auch unter dem Großjährigkeitsnamen Tuizhi bekannt ist, den ersten Platz in der Tang-Dynastie einnehmen nehmen.“ Bis in die Zeit der Regierungsdevise Kangxi in der Qing-Dynastie gab es zwei weitere Dichter aus Liyang, die ähnliche Verse schrieben: Shi Qisheng schreibt in dem Gedicht „Gefühlsäußerungen“ die Verse „der Vater schrieb Kisten voller Briefe, währen die Mutter die Kleidung näht“ und Peng Gui in dem Gedicht „fröhliche Gefühle beim Besuch des Bruders“ die Zeilen „wie viel Tränen in die Kleidung floss, während sie genäht wurde“. Hierin kann man sehen, dass der Einfluss des Gedichtes „lyrische Gattung der Reisenden“ nicht mit der Zeit abnahm.

In der chinesischen Literatur gab es unzählige Dichtungen über die Mutterliebe wie zum Beispiel die Verse „wo kann man noch anlehnen, wenn man keine Eltern mehr hat“ , „arme Eltern, die so viel Arbeit für mich gehabt“, „die Mutter denkt an der Tür daran, wie mühsam es für den Reisenden unterwegs ist“ oder „ als ich die Heimat wieder verlassen musste, blickte die Mutter mich nur mit tränenden Augen und grauen Haaren an“. Man sagt immer: „je weiter man von der Heimatland entfernt ist, desto mehr empfindet man die Liebe daran und wünscht sich dessen positive Entwicklung.“ Als der Premierminister Wen Jiabao in Australien die Delegierten der dort lebenden Chinesen traf hat er gemeinsam mit ihnen das Gedicht „lyrische Gattung der Reisenden“ rezitiert. Das Gedicht beschreibt nicht nur, wie großartig die Mutterliebe ist, sondern auch dass die Liebe zwischen Eltern und Kindern durch die Entfernung nicht zerschnitten wird.


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