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《温文尔雅》中译德(十六)

作者:  时间:2017-07-20

Noch tausend Boote fahren an dem gesunkenen Boot vorbei,

zehntausende Bäume wachsen neben dem kranken Baum

chouletianyangzhouchufengxishangjianzeng

Gedicht zum Dank an Letian in Yangzhou

Tang-Dynastie, Liu Yuxi

Bashanchushuiqiliangdi, ershisannianqizhishen.

Huaijiukongyinwendifu, daoxiangfanxilankeren.

Chenzhoucepanqianfanguo, bingshuqiantouwanmuchun.

Jinritingjungeyiqu, zanpingbeijiuzhangjingshen.

Liu Yuxi (772 – 842), auch bekannt unter dem Großjährigkeitsnamen Mengde, stammte aus der Stadt Luoyang (heute in der Provinz Henan). Er war ein bekannte Dichter, Philosoph und Literat der mittleren Tang-Dynastie. In höherem Alter war er der Ratgeber des Kronprinzen und hieß folglich „Ratgeber Liu“. Im dichterischen Bereich wurden er und Bai Juyi zusammen „Liu Bai“ genannt. Mit Bai Juyi verfasste er die Gedichtsammlung „Band von Liu und Bai“. Im literarischen Bereich hieß er zusammen mit Liu Zongyuan „Liu Liu“. Zu seinen literarischen Werken gehören „Sammlung des Ratgebers Liu“ und „Literatur von Liu Mengde“.

Übersetzung: An einem öden, verlassen und kalten Ort zwischen dem Berg Ba und Fluß Chu,

wurde ich verbannt für dreiundzwanzig lange Jahre.

jetzt kann ich nur eine „Fu Flöte“ vortragen zum Gedenken an den verstorbenen Freund,

ich bin von einer anderen Welt zurückgekehrt, genau wie Wang Zhi

noch tausend Boote fahren an dem gesunkenen Boot vorbei,

zehntausende Bäume wachsen neben dem kranken Baum.

Heute höre ich das Gedicht von dir,

lass uns anstoßen und in die Zukunft blicken

Währen der fünften Sitzung der 10. Volkskongresses hat der Premierminister Wen Jiabao am Vormittag des 16. März 2007 ein Interview in der Volkskongresshalle gegeben und dabei die Fragen der Journalisten beantwortet. Über die Beziehungen zwischen China und Taiwan erläuterte Premierminister Wen: “Die Chinesen auf dem Festland wollte schon seit langer Zeit Reisen nach Taiwan unternehmen. Sie sind auch sehr gut darauf vorbereitet. Wie hoffen, diesen Wunsch eines Tages realisieren zu können. Der Friedensprozess zwischen China und Taiwan ist das Hauptthema. Wie in einem Gedicht mit den Worten `noch tausend Boote fahren an dem gesunkenen Boot vorbei, zehntausende Bäume wachsen neben dem kranken Baum` beschrieben kann niemand diesen Prozess aufhalten.“

Im zweiten Jahr der Regierungszeit des Kaisers Jingzong der Tang-Dynastie, welche auch unter der Regierungsdevise Baoli bekannt ist, trafen sich Liu Yuxi und Bai Juyi in Yangzhou. Bai Juyi hat anlässlich einer Feier Liu Yuxi das folgende Gedicht gewidmet:

„Du schenkst mir ein, wir stoßen an und trinken aus.

Ich nehme Stäbchen, trommel‘ auf die Teller und singe Gedichte dazu.

Egal, wie gut dein Talent für die Dichtung ist,

man kann nichts machen, wenn das Schicksal nicht zu dir steht.

Überall ist Freude, nur dir ist langweilig,

jeder wird ein höherer Beamter, nur du nicht.

Bei deinem Talent schadet Unglück nicht,

dreiundzwanzig Jahre sind aber doch zu lang.“

Liu Yuxi antwortete darauf mit dem „Gedicht zum Dank an Letian in Yangzhou“. Hierin bedeutet das Zeichen „chou“ ursprünglich „danken“, hier aber Gegengeschenk durch ein weiteres Gedicht. Das Wort „Letian“ ist der Großjährigkeitsname von Bai Juyi. Das Zeichen “jian“ steht vor dem Verb und bedeutet „mir gegenüber“. Das Wort „jianzeng“ bezeichnet das von Bai Juyi an Liu yuxi geschenkte Gedicht. Der Titel bedeutet also zusammenfassend: Gedicht zum Dank, dass Bai Juyi mir auf der Feier in Yangzhou ein Gedicht geschenkt hat.

Die ersten beiden Verse erinnern an die Vergangenheit. Die Ortsangabe „Bashanchushui“ steht heute allgemein für das Gebiet Sichuan, in dem Gedicht ist es aber der Ort, an dem der Dichter in der Verbannung lebte. Im ersten Jahr der Regierungsdevisen Yongzhen (805) wurde Wang Shuwen wegen des Scheiterns einer Reform hingerichtet. Liu Yuxi wurde zum Unterbeamten des Provinzgouverneurs in Langzhou degradiert. Im zehnten Jahr der Regierungsdivise Yuanhe unter dem Kaiser Xianzong (815) wurde er nach Chang´an zurückgerufen. Liu Yuxi wurde aber schnell wieder zum Provinzgouverneur in Lianzhou degradiert, weil er bei der Besichtigung der Pfirsichblüte im Temel Xuandu mit dem Gedicht „schenke an die Herren, die Blumen besichtigen“ die Adligen verspottete. Danach wurde er als Provinzgouverneur in Kuizhou und Huzhou eingesetzt. Das Wort „ershisannian“ bezeichnet die erste Verbannung in dem Zeitraum von 805 bis 827. Nach diesen dreiundzwanzig Jahren wurde er in die Hauptstadt zurückgerufen, um ein neues Amt anzunehmen. Das Wort „Qizhishen“ bezeichnet die verbannte Person. Die ersten beiden Verse wurden in dem Verse „dreiundzwanzig Jahre sind aber doch zu lang“ von Bai Juyi wieder aufgegriffen. In diesem Hin und Her zeigt sich die enge Beziehung der guten Freunde.

Im dritten und vierten Vers zitiert der Dichter eine bekannte Geschichte. Das Wort „Huaijiu“ bedeutet „das Vermissen der alte Freunde“. Der Begriff „Wendifu“ bezeichnet hier ein Gedicht von Xiang Xiu aus der Jin-Dynastie. Xiang Xiu und Ji Kang waren in dieser Zeit sehr gute Freunde. Ji Kang wurde aber wegen seiner Unzufriedenheit mit den regierenden Familien Sima von dieser ermordet. Eines Tages ging Xiang Xiu an dem ehemaligen Haus von Ji Kang und Lv´an vorbei, hörte die Nachbarn Flöte spielen und fühlte dabei tiefe Trauer. Aus dieser Situation entstand das Gedicht „Fu für den alten Freund“. Liu Yuxi benutzte diese Geschichte, um seine Gefühle für den Freund auszudrücken, der wegen der gescheiterten politischen Reform hingerichtet wurde. Der Begriff „Lankeren“ steht für eine Geschichte von Wang Zhi aus der Jin-Dynastie. Laut des Buches „Erzählung von ungewöhnlichen Sachen“ ging Wang Zhi in die Berge, um Äste für das Feuer zu holen. Dabei erblickte er zwei Tongzi-Menschen, die Schach spielten. Er blieb stehen und betrachtete die beiden. Als das Schachspiel zu Ende ging fragte einer der Tongzi-Menschen, warum er noch nicht weitergegangen sei. In diesem Moment erwachte Wang Zhi von seiner tiefen Besessenheit und merkte, dass der Holzgriff seines Beils bereits verrottet war. Als er in das Dorf kam, fand er dieses völlig verändert vor. Daran erkannte er, dass hundert Jahre vergangen sein müssen. Das Zitat dieser Geschichte im Gedicht deutet an, dass der Dichter für lange Zeit degradiert wurde und außerhalb von Chang`an leben musste. Gleichzeitig zeigt das Zitat auch die Veränderungen in der Gesellschaft mit dem Verlauf der Zeit und das Gefühle der Fremde nach seiner Rückkehr. Die Bedeutung des Zitats ist offensichtlich sehr vielschichtig.

Der fünfte und sechse Verse sind die Antwort auf die Zeilen „überall ist Freude, nur dir ist langweilig, jeder wird ein höherer Beamter, nur du nicht“ aus dem Gedicht von Bai Juyi. Bai Juyi wies hiermit darauf hin, dass im Gegensatz zu Liu Yuxi andere Beamte im gleichen Alter schon höher Positionen erreicht hatten und drückte sein Bedauern darüber aus. Liu Yuxi sah dieses jedoch anders. Zwar hat er die Metaphern „gesunkenes Boot“ und „kranker Baum“ für sich verwendet, das Gedicht insgesamt ist jedoch nicht traurig. Die in den Versen „noch tausend Boote fahren an dem gesunkenen Boot vorbei, zehntausende Bäume wachsen neben dem kranken Baum“ beschriebene Szene zeigt Lebenskraft. Liu Yuxi war eine optimistische Persönlichkeit, die von den gesellschaftliche Veränderungen sowie den beruflichen Auf- und Abstiegen nicht beeinflussten ließ, sich davon nicht blamiert fühlte und nicht wehleidig war. Diese Verse sind lebendig und von philosophischer Bedeutung. In dem Buch „Erläuterungen zu den geschenkten Gedichten Liu und Bai“ bezeichnet Bai Juyi die Verse als “insgesamt echt göttlich, sie müssen von den Göttern geschaffen worden sein.“ Damit ändern sich die Gefühle von schwach zu stark.

In den letzten beiden Versen beruhigen sich die erhobenen Gefühle wieder und drücken damit die folgende Absicht aus: Heute habe ich dein Gedicht gehört und war sehr davon betroffen. Lass uns einfach Reiswein trinken und weiter kämpfen. Unter der Fürsorge der Freunde wollte der Dichter sich wieder zusammennehmen und für das Leben einsetzen. Hierin zeigt sich der feste Wille des Dichters. Das Gedicht beschreibt ein auf und ab der Gefühle. Dabei sieht man aber den Optimismus in der Melancholie. Die bekannten Verse Fünf und Sechse verstärken nochmals die optimistische Gefühle. Unter allen Gedichten zum Abschied wird dieses Gedicht durch die aufgeführten Punkte unsterblich.

In dem Interview, das Premierminister Wen Jiabao anlässlich der fünften Sitzung des 10. Volkskongresses in Chinas gab, zitierte er die beiden bekannten Verse. Das ist von erheblicher Bedeutung, denn zu diesem Zeitpunkt versuchte die Regierung in Taiwan mit Hilfe der Vereinigten Staaten ihre politische Position zu stärken. Taiwan verhielt sich gegenüber Kommunikations- und Austauschangeboten passiv, und es kam sogar häufig zu Konflikte mit dem Festland. Daher ist es nicht überraschen, dass Taiwan als Flugzeugträger für antichinesische Mächte betrachtet wird. Aber um diesen Flugzeugträger herum gab es auf dem Meer noch tausende von Booten, wie zum Beispiel das chinesische Festland, Singapur, Malaysia sowie andere ostasiatische Staaten. Wie kann man in einer solchen Situation sicher stellen, dass der Flugzeugträger nicht eines Tages versinkt. Der Satz „noch tausend Boote fahren an dem gesunkenen Boot vorbei“ drückt bildlich die Sorge des Premierministers Wen Jiabao wegen der gestörten Kommunikation zwischen Taiwan und China aus und stellt eine Mahnung an die taiwanesische Regierung dar. Aber diese Sorge stellt noch keine Verzweiflung dar. Wie der Vers „zehntausende Bäume wachsen neben dem kranken Baum“ ausdrückt, ist der Premierminister Wen noch voller Hoffnung bezüglich der zukünftigen Entwicklung zwischen Taiwan und China. Er ist sogar fest von einer friedlichen Entwicklung zwischen Taiwan und China überzeugt.


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